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TV-Programm 08. September 2011
 

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2011-09-08T00:21:36+02:00 2011-09-08T02:30:57+02:00

Laufzeit: 2h 09' · VPS: 00:10

Immer wieder im April - Als das Morden begann

(Sometimes In April)
Ruanda 7. April 2004. Der Lehrer Augustin (Idris Elba) spricht mit seinen Schülern über den «Nationalen Gedenktag», der an den Genozid von 1994 erinnert. Gleichentags erhält er einen Brief von seinem Bruder Honoré, der in Tansania inhaftiert ist. Der ehemalige Radiojournalist Honoré muss sich vor dem Internationalen Tribunal für den Völkermord an den Tutsi verantworten. Als prominenter Sprecher beim Radio hat er damals mit seinen Hetzreden den Volkszorn gegen die Tutsi geschürt. Augustin fällt es nicht leicht, der Bitte seines Bruders zu folgen, ihn jetzt in Arusha zu besuchen. Seit den verhängnisvollen Ereignissen zehn Jahre zuvor hatten die beiden kaum mehr Kontakt zueinander.



April 1994. Während Honoré die Hörer von Radio RTLM auffordert, die «Schaben» unter ihnen auszurotten, beobachtet sein Bruder Augustin, der als Offizier der Hutu-Armee die Ausbildung von Zivilen überwacht, alarmiert die Stimmung im Volk. Seine Besorgnis wächst, als er eine Liste mit mutmasslichen Verrätern erhält. Auf dieser stehen nämlich nicht nur Tutsi, sondern auch gemässigte Hutu. Zu Hause bittet ihn seine Frau Jeanne (Carole Karemera) -, selbst eine Angehörige des Tutsi-Stammes - mit ihr und den Kindern ausser Landes zu gehen. Augustin ist zu diesem Schritt noch nicht bereit. Währenddessen rüstet die Armee systematisch auf: Täglich werden Macheten, Gewehre und andere Waffen in Massen verladen. Sein Vorgesetzter, Colonel Bagosora (Abby Mikiibi Nkaaga) verweigert Augustin die Auskunft, wofür die Macheten bestimmt sind. Die Situation eskaliert, als das Flugzeug mit dem Präsidenten an Bord abgeschossen wird. Das systematische Morden auf den Strassen Kigalis beginnt. Augustin sitzt mit seiner Familie in seinem Haus in der Falle. Verzweifelt wendet er sich an seinen Bruder mit der Bitte, seine Frau und seine Kinder in Sicherheit zu bringen.



Raoul Peck, der hier als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent verantwortlich zeichnet, wuchs in Haiti, Zaire, den USA und Frankreich auf. In Berlin studierte er Wirtschaft, arbeitet als Journalist und Fotograf, bevor er sich an der DFFB zum Filmemacher ausbilden liess. Zu seinen bekanntesten Werken zählen das Biopic «Lumumba» und «Haitian Corner», ein Spielfilm über Emigranten aus Haiti in New York. Mit der Situation in Haiti selbst befasst sich sein neuestes Werk «Moloch Tropical».
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Auf der Flucht

Idris Elba als Augustin Muganza (M.) (Copyright SRF/Warner Bros. International Television Distribution)

zweisprachig

Spielfilm · FR/US 2005

Mit der Ermordung des Präsidenten am 7. April 1994 begann in Ruanda ein blutiger Bürgerkrieg. In annähernd hundert Tagen töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75 Prozent der Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutus, die sich weigerten, am Völkermord mitzuwirken oder Widerstand leisteten. Noch vor «Hotel Ruanda» entstand zehn Jahre danach das Doku-Drama «Sometimes in April». Im Stil eines Thrillers erzählt die aufwendige, an Originalschauplätzen gedrehte HBO-Produktion die Ereignisse aus dem Blickwinkel eines Hutu-Brüderpaars. Unter der Regie des haitianischen Filmemachers Raoul Peck spielen der Engländer Idris Elba («The Wire») und die amerikanische Oscarpreisträgerin Debra Winger. SF zeigt den Film in Zweikanalton deutsch/englisch.

Ruanda 7. April 2004. Der Lehrer Augustin (Idris Elba) spricht mit seinen Schülern über den «Nationalen Gedenktag», der an den Genozid von 1994 erinnert. Gleichentags erhält er einen Brief von seinem Bruder Honoré, der in Tansania inhaftiert ist. Der ehemalige Radiojournalist Honoré muss sich vor dem Internationalen Tribunal für den Völkermord an den Tutsi verantworten. Als prominenter Sprecher beim Radio hat er damals mit seinen Hetzreden den Volkszorn gegen die Tutsi geschürt. Augustin fällt es nicht leicht, der Bitte seines Bruders zu folgen, ihn jetzt in Arusha zu besuchen. Seit den verhängnisvollen Ereignissen zehn Jahre zuvor hatten die beiden kaum mehr Kontakt zueinander.



April 1994. Während Honoré die Hörer von Radio RTLM auffordert, die «Schaben» unter ihnen auszurotten, beobachtet sein Bruder Augustin, der als Offizier der Hutu-Armee die Ausbildung von Zivilen überwacht, alarmiert die Stimmung im Volk. Seine Besorgnis wächst, als er eine Liste mit mutmasslichen Verrätern erhält. Auf dieser stehen nämlich nicht nur Tutsi, sondern auch gemässigte Hutu. Zu Hause bittet ihn seine Frau Jeanne (Carole Karemera) -, selbst eine Angehörige des Tutsi-Stammes - mit ihr und den Kindern ausser Landes zu gehen. Augustin ist zu diesem Schritt noch nicht bereit. Währenddessen rüstet die Armee systematisch auf: Täglich werden Macheten, Gewehre und andere Waffen in Massen verladen. Sein Vorgesetzter, Colonel Bagosora (Abby Mikiibi Nkaaga) verweigert Augustin die Auskunft, wofür die Macheten bestimmt sind. Die Situation eskaliert, als das Flugzeug mit dem Präsidenten an Bord abgeschossen wird. Das systematische Morden auf den Strassen Kigalis beginnt. Augustin sitzt mit seiner Familie in seinem Haus in der Falle. Verzweifelt wendet er sich an seinen Bruder mit der Bitte, seine Frau und seine Kinder in Sicherheit zu bringen.



Raoul Peck, der hier als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent verantwortlich zeichnet, wuchs in Haiti, Zaire, den USA und Frankreich auf. In Berlin studierte er Wirtschaft, arbeitet als Journalist und Fotograf, bevor er sich an der DFFB zum Filmemacher ausbilden liess. Zu seinen bekanntesten Werken zählen das Biopic «Lumumba» und «Haitian Corner», ein Spielfilm über Emigranten aus Haiti in New York. Mit der Situation in Haiti selbst befasst sich sein neuestes Werk «Moloch Tropical».

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